Die Gründungsmitglieder

August Gätjen, Wilhelm Günther, Heinrich Kegeler, G. Kujawski, Diedrich Meyer,
Wilhelm Rahms, Hermann Rampe, P. Reher, Robert Schippert und Wilhelm Schwöbmann

Die Chronik

1885 Eine Anzahl junger Leute, Badegäste der damaligen an der Stephanikir-chenweide befindlichen öffentlichen Flussbadeanstalt, traten im Frühjahr zur Gründung eines Schwimmvereins zusammen. Am 4. Juni wurde unser Verein aus der Taufe gehoben. Man gab ihm den Namen des Stromes, dem Bremen seine Weltgeltung verdankte. Der Jahresbeitrag wurde auf 2 Mark festge-setzt. Zum 1. Vorsitzenden wurde Wilhelm Schwöbmann gewählt.
1886 Der Verein hatte bereits 28 Mitglieder. In den folgenden Jahren wurde weiter eifrig Werbung betrieben, um die Bevölkerung für die Schwimmsache zu begeistern, denn immer noch ertranken jedes Jahr ca. 7.000 Menschen in Deutschland.
1887 Bedingt durch die Inbetriebnahme des Freihafens I (Europahafen) musste der Verein nach Woltmershausen in die Peymanns – Flussbadeanstalt übersiedeln. Hier fand der Verein bis zum II. Weltkrieg sein Domizil, zunächst in den Räumen der ab 1893 unter der Leitung des Bademeisters Timmermann stehenden Badeanstalt.
1895 Gründung der Jugendabteilung. Sie zählte bereits im ersten Jahr 62 Schwimmschüler.
1896 Der im Jahr 1893 gegründete Bremer Schwimmverband, dem die Vereine „Weser“, „Oberweser“ (1889 gegründet), „Poseidon“ und Hastedter Schwimmverein angehörten, traten als Unterverband dem „Deutschen Schwimmverband“ bei. Durch eine Sammlung kamen 130 Mark zusammen, die zur Anschaffung einer Vereinsflagge dienten.
1900 Die Mitgliederzahl betrug inzwischen 325, ferner hatte der Verein 130 Schwimmschüler, von denen sich 79 freischwammen. Einige legten auch schon die Kaiserfahrtenprobe (1 Stunde schwimmen) ab. Als erster erfolgreicher Schwimmer errang Fritz Knickmann auf norddeutscher Ebene zahlreiche Siege. Im „Deutschen Schulschwimmen“ wurde er Erster.
1903 Staffelkämpfe und Wasserball wurden ins allgemeine Wettkampfprogramm aufgenommen.
1906 Im Herbst dieses Jahres wurde eine Damenabteilung gegründet, die die zunächst nur aus den Frauen der verheirateten Mitglieder bestand. Die weiblichen Badegäste durften aber nur an Werktagen von 9 bis 12 Uhr einen abgelegenen Teil der Badeanstalt benutzen, damit etwaige Zuschauer beim Anblick der badenden Nixen „keinen Schaden an ihrer Seele erlitten“.
1907 Ab 1907 fanden die Schwimmfeste des Bremer Verbandes im Hollersee im Bürgerpark statt. Auch die Damen und Mädchen, sie zählten inzwischen 36 Mitglieder, starteten schon bei einigen dieser Wettkämpfe. Sie mussten jedoch, sobald sie das Wasser verließen, in Badetücher eingehüllt, den Blicken Neugieriger entzogen werden.
1910 Am 5. Juni fand anlässlich der 25jährigen Jubiläumsfeier ein Werbe-Stromschwimmen von der Kaiserbrücke zur Timmermann’schen Flussbadeanstalt statt und abends ein Kommers mit Damen in Burhoops Nelkenhalle.
1911 Am 15. Juli fiel ein Teil der Baulichkeiten auf dem Badegelände einschließlich der uns überlassenen Räume einem Brand zum Opfer.
1912 Die Erlaubnis zum Bau einer eigenen Badebude wurde von den Behörden abgelehnt. Von dem in Bremen stationierten Infanterie-Regiment wurde ein Schwimmlehrer zur Verfügung gestellt. Am 10. Juli wurde der Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichts eingetragen. Aus Anlass der 25 jährigen Präsidentschaft erhielt August Gätjen mit dem „Ehrenbrief des Deutschen Schwimmverbandes“ die höchste Auszeichnung des Verbandes.
1914 Der Verein ging mit einem Bestand von 776 Mitgliedern in das Jahr. Auf den schwimmsportlichen Wettkämpfen der vergangenen Jahre hatte unsere Sportmannschaft viele beachtliche Erfolge erringen können. Die Geselligkeit wurde besonders gepflegt und brachte die Mitglieder einander näher. Dann griff der Krieg immer gewaltiger in das Vereinsleben ein. In gemeinsamen Anstrengungen wurden fortlaufend Hilfspakete für die Kameraden im Krieg zusammengestellt.
1915 Die „Liebesgabensendungen“ für die Schwimmkameraden im Feld wurden fortgesetzt. Die Mitglieder pflegten einen regen Briefwechsel mit den im Krieg befindlichen Soldaten.
1916 Trotz der schweren Kriegsjahre kamen der Sport und die Geselligkeit im Verein nicht zu kurz. Die Jugendabteilung hatte einen großen Zuwachs zu verzeichnen, so konnte weiterhin Schwimmunterricht erteilt werden. Auch sportliche Veranstaltungen fanden statt. Vornehmlich Schau- und Werbeschwimmen. Bei einem Wohltätigkeitsschwimmfest zu Gunsten des Roten Kreuzes wurde ein Überschuss von 250 Mark erzielt, der der Abteilung „bedrängte Familien“ zugute kam.
1917 Das Breitenwegbad musste wegen Kohlenmangels geschlossen werden.
1918 Mehr als 70 Kameraden mussten als Opfer des 1. Weltkrieges betrauert werden.
1919 Die harten Waffenstillstandsbedingungen hinterließen als Folge der wirtschaftlichen Notlage auch Spuren im Vereinsleben. Trotzdem wurde zielbewusst mit dem Wiederaufbau des Vereins begonnen. Am Anbaden konnte dank eines Entgegenkommens der Polizeidirektion auch die Damenabteilung teilnehmen. So kam man auf eine Teilnehmerzahl von 95. Die Herrenabteilung zählte etwa 400 und die Jugendabteilung 184 Mitglieder. Im Winter wurden für die Schwimmvereine in der großen Halle des 1876 / 1877 erbauten Hallenbades am Breitenweg Vereinsabende eingeführt.
1921 Im Februar fand ein Zusammenschluss der bremischen Schwimmvereine unter dem Namen „Bremischer Schwimmverband“ statt. Durch diesen Zusammenschluss hatte der Verein seine sportliche Selbständigkeit aufgegeben.
1923 Im August löste der Verein sein Verhältnis mit dem Bremischen Schwimmverband. Ohne den Entschluss zum Austritt aus dem Zusammenschluss wäre der Name „Schwimmverein Weser“ derzeit untergegangen, da die dem Verband angeschlossenen Vereine ihre Selbständigkeit teilweise aufgeben mussten.
1924 Ab dem 01.01.1924 erhielt der SV „Weser“ seine Mitgliedsrechte als selbständiger Verein im Deutschen Schwimmverband zurück.
1925 Erstmaliges Erscheinen unserer Vereinszeitung.
1926 August Gätjen gab nach 40 Jahren das Amt des 1. Vorsitzenden auf und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Hans Voß wurde sein Nachfolger. Am 15. September wurde die Badeanstalt geschlossen. Wegen Typhusgefahr war das Baden in der Weser verboten worden.
1927 Mit der Eröffnung des Waller-See-Bades am 12. Juli stand eine weitere Freiwassertrainingsstätte neben der Flussbadeanstalt zur Verfügung.
1928 Mit der Eröffnung des Hansabades mit vier 25 m – Bahnen im Bremer Westen bekamen die Bremer Schwimmvereine eine moderne Sportstätte. Ein Ehrenmal des Vereins in Form eines künstlerisch gestalteten Bleiglasfensters erinnerte im Hansabad an die im 1. Weltkrieg gefallenen Schwimmkameraden.
1929 Unvergessen sind die Stromschwimmen in der Weser, die der Verein in den 30er Jahren als Werbung für den Schwimmsport vom Osterdeich bis nach Woltmershausen durchführte. Über 400 m Kraul wurde Ludwig Hettling zweimal Norddeutscher Meister und war in den Jahren zwischen 1928 und 1933 auf dieser Strecke nicht zu schlagen.
1931 Das Jahr litt stark unter der wirtschaftlichen Not, die sich auch im sportlichen Bereich auswirkte, brachte jedoch immer noch gute Erfolge.
1933 Wegen einer Wohnsitzverlegung gab Hans Voß das Amt des 1. Vorsitzenden ab. Der bisherige 2. Vorsitzende Hermann Kämmerer übernahm die Führung des Vereins. Der Schwimmverein Bremen von 1910, ehemals Freie Schwimmer, musste nach der Machtübernahme durch die NSDAP seine Selbständigkeit aufgeben. Seine Mitglieder schlossen sich dem SV „Weser“ an.
1934 Mit der Aufnahme der Kameraden des SV Bremen 10 ging auch unser langersehnter Wunsch nach einem vereinseigenen Raum auf dem Badeplatz in Woltmershausen in Erfüllung. Der SV Bremen 10 besaß in der Woltmershauser Badeanstalt ein eigenes Vereinsheim, das bei der Eingliederung dem SV „Weser“ zufiel. Von dem im Laufe der Jahre angesammelten Baufond wurde das neue Heim ausgebaut und jeder Weseraner hatte an unserem „Haus in der Sonne“ seine helle Freude. Als nach dem 2. Weltkrieg der SV Bremen10 wieder selbständig wurde, konnten wir ihm sein früheres Eigentum leider nicht zurückgeben, die Bomben hatten es zerstört. Am Jahresschluss zählte der Verein insgesamt 661 Mitglieder.
1935 Im 50. Jubiläumsjahr fand sich der Verein auf einer weiter aufsteigenden Linie. In den Nachkriegsjahren fanden auch wieder gesellschaftliche Veranstaltungen statt. Neben dem Schwimmsport wurden Wanderungen, Radfahrten, Sommerfeste, Weihnachtsfeiern und vor allen Dingen die unvergesslich schönen Stiftungsfeste veranstaltet.
1938 Der langjährige Vorsitzende August Gätjen verstarb im Sommer während eines Harzurlaubes.
1939 August Spannhake übernahm den Vereinsvorsitz. Der Schwimmbetrieb musste wegen des 2. Weltkrieges in den folgenden Jahren immer weiter eingeschränkt werden.
1940 Wegen des Wehrdienstes von August Spannhake übernahm Rudolf Haken die Leitung des Vereins. Unter seinem Vorsitz wurde die „Einheitssatzung“ beschlossen, die damals allen Vereinen vorgeschrieben wurde.
1941 Am 22. Januar berichtete Rudolf Haken über einen Bombenschaden und einen Einbruch im Vereinsheim in Woltmershausen. Die Einbrecher hatten ohne Verdunkelung das Licht brennen lassen. Dafür wurde der Verein mit einer Geldstrafe von 20 RM belegt. 1941 musste im Winter zwangsweise das Hansabad geschlossen bleiben.
1942 Die Badeanstalt in Woltmershausen musste einer Werft Platz machen, nachdem sie bereits 1941 für die Öffentlichkeit geschlossen worden war. Unser Vereinsheim wurde 100 m weserabwärts verlegt und 1944 durch Bomben zerstört.
1944 Im August wurde das Hansabad durch den Bombenhagel auf den Bremer Westen total zerstört. Von einem Vereinsleben kann in dieser Zeit kaum noch gesprochen werden. Der Westen Bremens und auch Woltmershausen, die Stadtgebiete, in denen die meisten unserer Mitglieder wohnten, waren zum größten Teil zerstört, die Ausgebombten und viele andere Bewohner evakuiert, die Schüler landverschickt, Jugendliche zum Flakdienst herangezogen oder bereits an der Front. Das war die kriegsbedingte Lage in Bremen. Dazu gab es fast jede Nacht und oft auch am Tage Fliegeralarm, Bombenangriffe und neue Zerstörungen.
1945 Auch wie es gleich nach Kriegsende aussah, muss kurz ins Gedächtnis gerufen werden, um zu würdigen, was es bedeutete, dass bereits im Mai 1946 ein neuer Anfang gemacht werden konnte. Wie viele Weseraner den 2. Weltkrieg nicht überlebt haben, lässt sich nicht mehr feststellen, da die alten Mitgliederlisten den Krieg nicht überdauert haben. Wer in Bremen zurückgeblieben war, hatte allgemein kaum noch das Notwendigste zum Leben. Völlig unzureichend waren die Lebensmittelrationen. Jeder war gezwungen, zusätzliche Lebensmittel heranzuschaffen oder zu hungern. Die verbliebenen Männer waren auf Anweisung der Besatzungsmacht zu Aufräumarbeiten eingesetzt. Hinzu kamen die äußerst beschränkten Wohnverhältnisse und der Umstand, dass die Wohnungen nicht geheizt werden konnten, weil keine Feuerung vorhanden war. Wer dachte da zunächst an den Sport, wer hatte die Kraft und die Zeit ihn wieder aufzunehmen?
1946 Und doch! Am 19. Mai 1946 wurde im Waller-See-Bad angebadet. In der Generalversammlung am 5. April 1946 wurde Ludwig Hettling zum 1. Vorsitzenden gewählt. Mit Schreiben vom 17. April 1946 beantragte der Verein die Wiederzulassung als anerkannte Sportorganisation. Nach dem Krieg stand dem Verein im Sommer nur das Waller-See-Bad zur Verfügung. Dort sah es aber zunächst noch trostlos aus. Das einzige was vorhanden war, war das Wasser. Umkleideräume standen nicht zur Verfügung. Ein Nagel im Zaun diente als Ersatz. Aber der Wille zum Neubeginn und die Treue und Verbundenheit unserer Mitglieder hatten die Begeisterung für den Schwimmsport aufrechterhalten. Im Winter mussten unsere Aktiven zum Training nach Oldenburg fahren. Unvergessen ist auch das erste Stiftungsfest nach dem Krieg, das in einer Baracke am Hochbunker an der Parkallee gefeiert wurde. Zur Weihnachtsfeier mussten die Mitglieder Holz, Torf oder Briketts mitbringen, ebenso Kuchen und – wenn vorhanden – Mittel zur „inneren Erwärmung“.
1950 Das Waller-See-Bad wurde neu hergerichtet. Eine neu eingerichtete 33 1/3m-Bahn bot wesentlichen Vorteil für den Trainingsbetrieb. Die I. Herrenwasserballmannschaft wurde Bremer Landesmeister.
1952 Am 29. Januar 1952 wurde das Zentralbad eröffnet.
1954 Der Verein übernahm das Gebäude der von der Gesellschaft für öffentliche Bäder aufgegebenen Sauna und das neue Vereinsheim konnte nach Umgestaltung zum Anbaden im Mai den Mitgliedern übergeben werden. Damit hatte der SV „Weser“ wieder ein Heim in einem Sommerbad, der Pusdorfer Strand (Timmermann) aber blieb für uns verloren. Wegen der ständig zunehmenden Verschmutzung des Weserwassers wurden nach dem Krieg an der Weser keine öffentlichen Flussbadeanstalten wieder errichtet. Die Zahl der Mitglieder betrug um 300.
1957 Seit dem 24.6.1957 verbindet uns eine langjährige Freundschaft mit dem Nakskov Svommeklub aus Dänemark. Das Nordsee-Langstreckenschwimmen in Cuxhaven von der Alten Liebe zur Kugelbake brachte uns schöne Erfolge. Sieger waren Heinz Dohmann, Fritz Luers, Erwin Horsch, Wolfgang Merdes sowie die Damen Lisel Hennecke, Hella Zamponi und Christa Petermann.
1960 Ins Jubiläumsjahr 1960 ging der Verein mit 450 Mitgliedern. Der sportliche Leiter Berni Menke übernahm das Amt des Kreisschwimmwartes von seinem Vereinskameraden Ernst Hornig.
1961 Am 10. November verstarb mit unserem Ehrenmitglied Diedrich Meyer das letzte Gründungsmitglied des Vereins.
1964 Für die Geschwister Hettling war 1964 das Jahr der großen sportlichen Erfolge, aufgebaut und trainiert vom sportlichen Leiter Berni Menke. Margit Hettling brachte im August den ersten Deutschen Meistertitel in der Vereinsgeschichte über 400m Kraulschwimmen nach Hause und konnte sich für die gesamtdeutsche Mannschaft zur Teilnahme an den Olympischen spielen in Tokio qualifizieren. Hans-Walter wurde in Bremen Norddeutscher Meister im 400m und 1500m Kraul und im 400m Lagenschwimmen.
1965 Am 16. Juli wurde das umgebaute Waller-See-Bad mit einem 50m-Sportbecken und einem Nichtschwimmerbecken eröffnet.
1966 Rechtzeitig zur Sommersaison konnte die Erweiterung des Vereinsheims am 13. Mai gefeiert werden. Hier wurden 2000 Arbeitsstunden in Eigenhilfe ge-leistet. Unser Mitglied Hinrich Grothe legte als Architekt die Pläne vor. Die Gesamtkosten betrugen 72.000,-DM.
1968 Der 1. Vorsitzende und seine Tochter Margot wurden durch den Senat für ihre langjährigen Verdienste im Schwimmsport bzw. für ihre herausragenden sportlichen Leistungen geehrt. Bei den Landesmeisterschaften waren die Herren mit 14 Landesmeistertiteln von insgesamt 32 Titeln so erfolgreich wie lange nicht mehr.
1969 Das Ehrenmitglied August Spannhake verstarb nach 60 jähriger Mitgliedschaft. Seit 1922 hat er bis zu seinem Tode ehrenamtliche Tätigkeiten im Verein ausgeübt.
1971 Nach 25jähriger Tätigkeit gab Ludwig Hettling das Amt des 1. Vorsitzenden an Otto Fähloh ab. Den größten Wasserballerfolg in der Vereinsgeschichte errangen die Wasserballspieler bei den Punktspielen der Oberliga-Nord. Im Jahr nach dem Aufstieg belegten sie in der Besetzung: Wolfgang Mamier, Hans-Walter Hettling, Wolfgang Merdes, Hans-Dieter Merdes, Wilfried Schwarze, Günter Lehmkuhl, Horst Müller, Uwe Sprenger, Reiner Siebers, Fritz Quenstedt jun. und Christian Mrosek auf Anhieb den 3. Platz.
1972 Unser sportlicher Leiter Bernhard Menke wurde in Anerkennung seiner verdienstvollen Arbeit in den Mitarbeiterstab des DSV berufen, der für die Durchführung der Olympischen Schwimmwettbewerbe in München verantwortlich war.
1973 In diesem Jahr hatte der Verein mit 1063 seinen höchsten Mitgliederstand. Nach langer Krankheit starb Kurt Riedel, von den jüngeren Wasserballern auch liebevoll Onkel Kurt genannt. 17 Jahre leitete er den Wasserballbetrieb mit vollem Einsatz und großem Idealismus. In seine Wirkungszeit fielen die größten Vereinserfolge im Wasserball. Am 7. November verstarb der Ehrenvorsitzende Ludwig Hettling. Ein guter, alter Name verlosch in Schwimmerkreisen.
1975 Das Hallenbad West wurde nach 2jähriger Bauzeit in Betrieb genommen. Für den SV „Weser“ begann zum 90jährigen Bestehen ein neuer Abschnitt. Sein Standort verlagerte sich endgültig nach Walle.
1976 Zählte der Verein 1024 Mitglieder und war derzeit der größte Schwimmverein im Landesschwimmverband Bremen. Am 15.5. verstarb unser bereits im Jahre 1933 ernannter Ehrenvorsitzender Hans Voß. Er leitete den Verein von 1927 – 1933. Im Hallenbad West wurde eine Gymnastikgruppe gegründet, die bis heute Bestand hat. Seit dem 1. Juli wurden die Schwimmsport treibenden Vereine zur Zahlung anteiliger Hallenkosten herangezogen.
1977 Am 28. April verstarb unser Ehrenmitglied Ernst Hornig. Trotz seiner Beinamputation fand man ihn besonders bei Langstrecken- und Stromschwimmen neben Ludwig Hettling auf den ersten Plätzen. Während des letzten Krieges kümmerte er sich besonders um den bremischen Schwimmernachwuchs. Die Gespräche um die Erweiterung des Vereinsheimes wurden durch eine Fragebogenaktion vorangetrieben. Von den befragten Mitgliedern waren75 % für einen Ausbau und erklärten sich gleichzeitig bereit, eine einmalige Umlage zu leisten.
1979 Mit dem Anbau einer Küche und Toilettenanlage wurde für 150.000,-DM ein letzter Bauabschnitt am Vereinsheim vollendet. Nunmehr konnte das Vereinsheim auch in den Wintermonaten genutzt werden. Eine 23 Personen umfassende Gruppe von Aktiven folgte unter der Leitung von Maria Rust einer Einladung nach Salvador de Bahia in Brasilien zu einem 4 Wochen währenden Trainingsaufenthalt.
1980 Nach 20jähriger Amtszeit als 1. oder 2. Vorsitzender gab Otto Fähloh sein Amt an Wilfried Schwarze ab. Hermann Meyer wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt. Otto Fähloh wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Das Ehepaar Moritz betreut in diesem Jahr seit 25 Jahren das Vereinsheim im Waller-See-Bad. Die Seniorenabende im Vereinsheim wurde unter der Leitung von Hermi Meyer mehr und mehr besucht. Es fanden Grillabende, Skatturniere und Seniorenausflüge statt.
1981 Die Nutzungsgebühren der Schwimmvereine für die Bahnen in den Hallenbädern wurden um 50 v.H. erhöht und bedeuteten massive Einschnitte in dem Vereinsetat. Nach 32jähriger Tätigkeit als Kassenwart legte Rudolf Meyer sein Amt in jüngere Hände. Thomas Rosemeier trat seine Nachfolge an.
1982 Der Ausbau des Vereinsheimes fand seinen Abschluss in der Isolierung der Sitzecken, der Verkleidung mit Holzpaneelen und der Anschaffung von Pokalschränken.
1983 Mit der Verpflichtung von Heinz Ehlers als Trainer für die Sportmannschaft gelang es die sportliche Talfahrt der vergangenen Jahre zu stoppen. Zum 98. Stiftungsfest konnten wir den Festsaal wieder mit einer Vereinsfahne schmücken. Ein kleiner Kreis von Ehrenmitgliedern, die sich allmonatlich zum „Klönabend“ treffen, hatte 2 Fahnen anfertigen lassen und sie dem Verein gestiftet.
1984 In bemerkenswerter Frische feierte unser sportlicher Leiter Berni Menke seinen 70. Geburtstag. Seit 1952 ist er ununterbrochen in seinem Amt tätig und ist nebenher von 1960 bis 1970 als Kreisschwimmwart, ab 1970 als Landesschwimmwart und ab 1975 als Vizepräsident und Schwimmwart im LSVB tätig. Auf dem Landesverbandstag des LSVB wurde Gertrud Prote mit der goldenen Ehrennadel für langjährige Verdienste als Frauenwartin und Schatzmeisterin ausgezeichnet. Unter dem Motto: „Ungehemmt schwimmen, nur Fliegen kann schöner sein!“ begann Wilhelm Wemheuer zum Beginn des Jahres eine neue Unterhaltung für Schwimmer, die Freude an der Bewegung hatten. Die 2-mal wöchentlich angebotene Wassergymnastik fand regen Zuspruch und erfreute sich großer Beliebtheit.
1985 Mit Zuversicht und 767 Mitgliedern ging der Verein in das Jubiläumsjahr. Das Vereinsheim wurde in Eigenhilfe einiger handwerklich begabter Mitglieder neugestaltet und für das Jubiläum „aufgehübscht“. Die Feierstunde zum 100. Geburtstag des Vereins begingen am 24. Februar über 320 Gäste. Bürgermeister Hans Koschnick verlieh aus diesem Anlass dem Schwimmverein „Weser“ als erstem bremischen Verein im Namen des Bundespräsidenten die neugeschaffene Sportplakette. Eine besondere Ehrung erfuhr der sportliche Leiter Bernhard Menke. Aus der Hand des Bürgermeisters erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse in Anerkennung und als Dank für jahrelang vollbrachte Arbeit im Verein und im Landesschwimmverband Bremen. Auch im sportlichen Bereich gelang es den Vereinsaktiven etliche Akzente zu setzen. Als herausragende Veranstaltung zum Jubiläumsjahr hatte sich der Vorstand beim Deutschen Schwimmverband um die Durchführung des 1. Bremer 24 – Stundenschwimmens beworben. Am 31.August und 1.September wurde bei sommerlichem Wetter rund um die Uhr 24 Stunden lang im Waller-See-Bad geschwommen. Im Verlauf der 24 Stunden schwammen 1.450 Teilnehmer eine Strecke von 3.634,14 Kilometern, davon die Mitglieder des Vorstandes 69,7 km. Eine schwere Einbuße für den bremischen Schwimmsport war der Beschluss, dass im September 1952 in Betrieb genommene Zentralbad zum 30. Juni zu schließen. Bis zur Eröffnung des Hallen-Bad-West hatten wir im Zentralbad unsere Trainingsstätte. Trotz einer rückläufigen Mitgliederzahl blieb der S.V. „Weser“ zweitgrößter Verein im Landesschwimmverband Bremen.
1986 Ein kleines Jubiläum feierten die Damen, ihre Gymnastikgruppe besteht seit 10 Jahren. Die beiden größten Schwimmvereine in Bremen, der SV „Weser“ (776 Mitglieder) und der SV Bremen 10 (775 Mitglieder) schlossen sich zu einer Startgemeinschaft unter dem Namen SGS „Weser“/Bremen 10 zusammen. Diese Startgemeinschaft wurde nach guten Erfolgen bei der DMS im Jahr 1990 aufgelöst. Die Anschaffung eines vereinseigenen Computers zur Verbesserung der Verwaltungsarbeit wurde beschlossen.
1987 Die SGS „Weser“ / Bremen 10 schaffte bei den Herren den Aufstieg in die II. Bundesliga. Beim intern. Schwimmfest gingen 700 Schwimmer aus Nakskov, Berlin, Münden, Bielefeld und Bremer Vereine an den Start. Der Computereinsatz bewährte sich bei dieser Veranstaltung, denn dank der guten Arbeit unserer Computerspezialisten lag wenige Minuten nach dem Wettkampfende bereits das Protokoll vor. Zwei Staffeln der SGS „Weser“ / Bremen10 vertraten den LSV-Bremen im A-Jugend – Finale auf den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Es gab einen 6. Platz in der 4 x 50 m Rückenstaffel und einen 7. Platz in der 4 x 50 m Freistilstaffel.
1988 Zur Jahreshauptversammlung wurde erstmalig ein detaillierter Kassenbericht mit eingearbeitetem Haushaltsvoranschlag für 1988 vom Kassenwart Thomas Rosemeier vorgelegt. Auf den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften konnten sich unsere Aktiven gut behaupten. Jens Stumpenhusen (73) errang einen 1. und zwei 2. Plätze, Björn Stickan (70) mit einem 2. und vier 3.Plätze. Katja Henke kam im Wettkampf über 400m Freistil auf einen 6.Platz. In diesem Jahr konnten wir auf einen 30jährigen Kontakt mit dem Svommeklub Nakskov / Dänemark zurückblicken. In dieser Zeit hatten wir wechselweise regelmäßig Wettkämpfe ausgetragen. Die Mannschaft der SGS in der 4x100m Bruststaffel mit der Besetzung Lars Hauptmann, Christian Tost, Sascha Benndorf und Bastian Szerbakowski (Br.10) errang bei der DMS-J C. Jugend den 4.Platz.
1989 Auf der Jahreshauptversammlung verlieh der Präsident des Landesschwimmverbandes, Rolf Schönemann, die silberne Ehrennadel des Landesschwimmverbandes Bremen an Wilma Czerosky für 37jährige Mitarbeit in der Vereinsgeschäftsstelle und an das Ehepaar Else und Willi Moritz für 34 Jahre Bewirtschaftung des Vereinsheimes. Unser Ehrenvorsitzender Otto Fähloh wurde auf dem Landesverbandstag wegen seiner Verdienste im Schwimmsport mit der goldenen Ehrennadel des Landesschwimmverbandes geehrt. Jan Stührenburg wurde von Bundeskanzler Helmut Kohl zu einem Empfang ins Palais Schaumburg eingeladen. Verdient hatte er sich die Einladung durch die zweimalige Teilnahme an den Europameisterschaften sowie an den Weltspielen der Gehörlosen in Neuseeland.
1990 Mit Beginn des Jahres wurde unseren Mitgliedern erstmalig die Einzugsermächtigung für den Jahresbeitrag angeboten. Unter der Leitung von Heinz Ehlers erreichten die Schwimmerinnen Katja Henke, Maike Tobisch, Tanja Stöver, Andrea Hanko und Jessica Raszpir und bei den Herren die Schwimmer Jens Stumpenhusen, Björn Stickan, Lars Burghardt, Christian Tost, Tim Lemke, Carsten Nicklaußen, Harm Dierksheide, Lars Hauptmann, Nils Rudolph und Arne Müller auf zahlreichen Wettkämpfen im In- und Ausland wiederum großartige Erfolge. Unser 2. Vorsitzender Hermann Meyer wurde mit der goldenen Ehrennadel des Landesschwimmverbandes Bremen ausgezeichnet. Das Sportamt erhöhte die Eigenanteile der Vereine für die Schwimmbahnen von 10 % auf 15 %. Das bedeutete für den Verein eine Mehrbelastung von über DM 8.000.- im Jahr. Der neue Nutzungsvertrag über das Vereinsheim mit der Gesellschaft für öffentliche Bäder wurde im Dezember unterschrieben.
1991 Eine besondere Ehrung erfuhren Hella Zamponi, Berni Menke und Wilhelm Wemheuer. Ihnen wurde für besondere Verdienste die goldene Ehrennadel des LSVB übereicht. Die Sportmannschaft der Damen und Herren war auch nach Auflösung der SG mit Bremen 10 weiter erfolgreich. Gleiches gilt für eine Seniorensportmannschaft, die teilweise mit mehr als 20 Teilnehmern „ihre“ Schwimmfeste in Brake, Goslar, Hildesheim und bei OT Bremen ebenso besuchte, wie den Nordvergleich der Senioren. Die Seniorenwasserballer besuchten „ihre“ Turniere in Rostock, Cuxhaven, Salzdetfurth und Kiel mit unterschiedlichem Erfolg. Der Verein musste Abschied von dem Ehrenmitglied Robert Voß nehmen. Er war lange Jahre im Vorstand tätig und schrieb die Vereinschronik der Jahre 1936 bis 1959. Seinen kurz bevorstehenden 90. Geburtstag konnte er nicht mehr begehen.
1992 Seit Jahresanfang müssen alle aktiven Schwimmerinnen und Schwimmer, die an offiziellen Wettkampfveranstaltungen teilnehmen, in Besitz eines gebührenpflichtigen Wettkampfpasses sein. In der Schwimmsportmannschaft sorgten unter der bewährten Leitung von Heinz Ehlers u.a. Anja Müller, Imke Brück, Maike Tobisch, Yasmina Hammami, Sascha Benndorf, Christian Tost, Andreas Tölgyesy ,Tim Lemke, Ingo Kirsch, Michael Hettling, Nils Schulenburg und Alexander Singer weiterhin für zahlreiche Erfolge. Im 82. Lebensjahr verstarb unser Ehrenmitglied Hinni Grothe. Unvergessen bleibt seine Arbeit als Architekt beim Ausbau unseres Vereinsheims. Im Vorstand war er in den Jahren 1967 bis 1976 als Materialwart tätig. Eine einmalige Demonstration gegen die Schließung vieler Bäder in Bremen führte am 4. Dezember aktive Schwimmer und Schwimmerinnen aller Vereine zum Schlossparkbad.
1993 Der S.V. „Weser“ erhielt in diesem Jahr bereits zum 2. Mal die Senatsplakette der Freien Hansestadt Bremen in Würdigung der großen Verdienste um die Jugendarbeit im Schwimmsport. Gelobt wurde die Beteiligung am Projekt Schule und Verein, dem Trainer-Lehrermodell und das umfangreiche Freizeitprogramm der Jugend im Vereinsheim und Sommerzeltlager. Die Sportmannschaft mit ihrem Trainer Carsten Nicklaußen konnte auf Grund der guten Leistungen auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Auch die Seniorenschwimmer unter ihrer Teamchefin Heide Becker waren gut in Form. Im Schwimmlehrbetrieb konnte Wilhelm Wemheuer in diesem Jahr folgende Prüfungen abnehmen: 62 Bronze, 47 Silber, 9 Gold und 67 Seepferdchenabzeichen.
1994 Nach Umbau des Hallenbades West, wurde der Verein überraschend vor die Tatsache gestellt, dass das Geschäftszimmer, bislang für den Verein wichtig für seine administrativen Aufgaben, ersatzlos abgerissen worden war. Es war seitens der G.f.ö.B. kein Ersatzraum vorgesehen. Für eine Mitwirkung bei der Neugestaltung des Eingangsbereichs hatte man den Verein ausgegrenzt. Wegen der drastisch erhöhten Hallenkostenanteile der Vereine musste auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eine Beitragsanpassung beschlossen werden.
1995 Die Auseinandersetzungen mit der G.f.ö.B. um den Geschäftstresen konnten mit einem Kompromiss, mit Hilfe des Ortsamt West, abgeschlossen werden. Die sportlichen Aktivitäten brachten dagegen gute Erfolge für unsere Schwimmer. Bernhard Menke gab nach über drei Jahrzehnten sein Amt als Vizepräsident im Landesschwimmverband ab.
1996 Die Gymnastikgruppe der Damen besteht seit 20 Jahren. Unser ältestes Mitglied, Frau Margarethe Spannhake, verstarb im 95. Lebensjahr. Sie war seit 1911 Mitglied und hatte sich besonders nach dem Kriege sehr in der Vereinsarbeit engagiert. Die Nutzungszeiten in den Hallenbädern der G.f.ö.B. wurden komplett in der Zeit vom 1.Juni bis zum 31.August aus Kostengründen abgemietet. Eine Nutzung der Sommerbäder durch die Schwimmvereine erfolgte durchgängig nur in der Zeit vom 1.Juni bis 31.August. Der Verein trat der SG Hanse Bremen bei. Die Durchführung gemeinsamer Trainingsmaßnahmen soll die Preissteigerungen von Hallenbahnen umgehen. Das Ziel der Startgemeinschaft soll sein, mittelfristig einen Platz im oberen Bereich der zweiten Bundesliga zu erreichen. Der Ehrenvorsitzende Otto Fähloh und seine Frau übergaben dem Verein eine in Eigenarbeit gefertigte neue Vereinsfahne mit Stock und Spitze.
1997 Unser 1. Vorsitzender Wilfried Schwarze wurde mit der goldenen Ehrennadel des LSVB und Heide Becker mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Tim Lemke wurde in der AK 25 Deutscher Meister über 200m Rückenschwimmen in der Zeit von 2:21,46 Minuten. Das Freibad musste wegen den Bauarbeiten an der neuen Eishalle den Sommer über geschlossen bleiben. Trotz erheblicher Bemühungen gelang es der Vereinsführung nicht ihre Interessen in die Baumaßnahmen einfließen zu lassen. Es konnte nur ohnmächtig festgestellt werden, dass der Verein seitens der G.f.ö.B. aus allen Planungen, soweit es ihn betraf, herausgehalten wurde, wie es schon einmal beim Um- und Erweiterungsbau des Hallenbades im Jahr 1994 geschah. Seit 1957 gibt es eine dauernde Verbindung mit dem dänischen Svommeklub Nakskov. Anlässlich dieser sportlichen und freundschaftlichen Verbindung seit 40 Jahren gab es einen Empfang im Rathaus. Für das von der Stadtgemeinde Bremen ins Leben gerufene Stadtinformationssystem wurde ein Beschreibungstext für die Aufnahme des SV „Weser“ ins Internet entworfen.
1998 Durch den Bau der Eislaufhalle auf dem Gelände des Waller-See-Bades wurde unter anderem der alte Zuweg zum Vereinsheim aufgehoben. Der neue Zugang verläuft über den Waller Grünzug. Auf der Jahreshauptversammlung wurden Hela Voß und Bernhard Menke für 75jährige Mitgliedschaft geehrt.
1999 Das Hallenbad-West wurde in „Aqualand“ umbenannt. Bernhard Menke gab nach 48jähriger Tätigkeit als sportlicher Leiter sein Amt an Gerd Horstmann ab. Für ihre besonderen Leistungen mit Titelgewinnen im Landesschwimmverband wurden die Aktiven Tim Lemke, Christian Tost, Matthias Kurzawski, Jaana Ehmcke und Stina Kirchhoff geehrt. Die Serie der Vereinszeitungen ab Nr. 56 (Dezember 1972) wurde dem Staatsarchiv übergeben.
2000 Der Senat hat ein Bäderkonzept für den Zeitraum 2001 bis 2006 beschlossen. Die Planung für das Waller-See-Bad sieht eine Verkleinerung der Fläche vor mit einer gleichzeitigen Umwandlung in ein Kombibad. Diesen Plänen steht das Vereinsheim im Weg, d.h. nach 50 Jahren soll es abgerissen werden. Als erster Sportverein stellte sich der SV „Weser“ in einer Fernsehsendung des Landessportbundes im Offenen Kanal vor. Im Internet hat der Verein durch Nico Farr eine Seite unter der Adresse www.svweserbremen.de fest eingerichtet. Das 115. Stiftungsfest wurde im Vereinsheim gefeiert. Herausragende Schwimmerin des Jahres war Jaana Ehmcke, die auf Deutschen – und Norddeutschen Meisterschaften und bei den Landesmeisterschaften herausragende Ergebnisse erzielte. Bei den Herren war es Matthias Kurzawski, der bei diversen Meisterschaften vordere Plätze im Brustschwimmen einnahm. Wie selbstverständlich wurden beide auch Vereinsmeister. Der Verein zählte Ende 2000 nunmehr 606 Mitglieder.
2001 Die Tauchergruppe hat sich aufgelöst und beim Deutschen Tauchverband abgemeldet. Auch für die Sparte Triathlon bestand kein Interesse mehr. Bernhard Menke, nun Ehrensportlicher Leiter, verstarb im 87. Lebensjahr. Nach 10jähriger Ruhepause in dieser Sparte wurde die noch junge D-Jugend-Wasserballmannschaft Vizemeister in der Bremer Runde. Auf Grund der großen Veränderungsprozesse im Sport und Freizeitbereich wurde im Verein eine Mitgliederbefragung durchgeführt. Der hohe finanzielle Anteil an der Kostenbeteiligung in der Startgemeinschaft SG Hanse Bremen führte nach einem einstimmigen Beschluss zum Austritt aus der Hanse. Eine kritische Analyse der Vereinsarbeit und Visionen für die Zukunft im Auftrag des Landessportbundes Bremen mit dem Titel „Weser – 21 -Zukunftsprogramm“ hat der Jugendwart Kai Melzer auf 86 Seiten zusammengefasst. Die Gymnastiktruppe der Damenabteilung feierte Ihr 25jähriges Bestehen.
2002 Der Nutzungsvertrag von 1990 über das Vereinsheim auf dem Gelände des Waller-See-Bades wurde von der Bremer Bäder GmbH gekündigt. Die Planungen für eine Umgestaltung der Freibadfläche in ein Kombibad, eingeschlossen mit einem neuen Standort für das Vereinsheim beginnen. Der Verein hat ein Sonderkonto für den Vereinsheimneubau eingerichtet und mit Zustimmung der Mitglieder eine Sonderabgabe beschlossen. Ab 1.Januar hatte Kai Melzer die Vereinskasse von Thomas Rosemeier übernommen, der damit seine 21jährige Tätigkeit aufgab. Auf der Jahreshauptversammlung wurden neu in den Vorstand gewählt: Kai Melzer als Kassenwart, Heinz-Georg Großer als Schwimmwart und Matthias Kurzawski als Pressewart. Mit der Ausgabe Nr. 204, August übernahm Manuel Gräfenstein die Gestaltung und Herausgabe der Vereinszeitung von Otto Fähloh, der aus Altersgründen seine bisher übernommenen Aufgaben größtenteils abgab. Durch den Gutachterausschuss der Freien Hansestadt Bremen wurde die von den Bremer Bädern für den Abriss des Vereinsheimes zu leistende Entschädigung auf 115.000,-€ festgelegt.
2003 Wegen des drohenden Abrisses des Vereinsheimes und der vakanten Trainerposition gab es zum Jahresende 2002 leider einen großen Mitgliederverlust. Der Ehrenvorsitzende Otto Fähloh wurde für 50 Jahre Vorstandsarbeit mit der silbernen Ehrennadel des Landessportbundes geehrt. Im Schwimmsportbereich gibt es nach erheblichen Turbulenzen einen „Neuanfang“. Erstmals wird eine Wassergewöhnungsgruppe für Kleinkinder in Begleitung eines Elternteils eingeführt. In dieser Sommersaison wurde erstmalig eine Kooperation mit SGO ins Leben gerufen. Es ermöglichte Mitgliedern beider Vereine im Waller-See-Bad das Sportabzeichen im Schwimmen zu erwerben. In der Leichtathletik gab es die Möglichkeit auf dem Sportplatz Sperberstraße. Zwischen dem Schwimmverein Bremen v.1910 e.V. und dem Schwimmver-ein „Weser“ Bremen v. 1885 e.V. wurde eine Startgemeinschaft Wasserball zur gezielten Nachwuchsförderung gegründet. In der Vorstandssitzung am 1. Dezember wurde der Beschluss gefasst, dass ab sofort im Vereinsheim keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Mit dieser Vorstandssitzung fand das Vereinsleben nach 50 Jahren in diesem Gebäude sein Ende. Zum Jahresende kann die Finanzierung des Neubauvorhabens gesichert werden.
2004 Am 05.02.2004 wird das alte Vereinsheim abgerissen. Der gesellige Vereinsbetrieb findet in diesem Jahr nur sehr eingeschränkt statt, da auch das Freibad wegen der Umbauarbeiten nicht zur Verfügung steht. Am 06.09.2004 erfolgt der „langersehnte“ Baubeginn für den Neubau, bereits am 29.10 kann Richtfest gefeiert werden.
2005 Zum Jahresbeginn hat der Verein 453 Mitglieder. Der Ehrenvorsitzende Otto Fähloh wurde vom Senat für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet. Ende März ist das neue Vereinsheim fertig, die Jahreshauptversammlung findet bereits in den neuen Räumlichkeiten statt. Die Baukosten betragen 415.000 Euro. Am 12.05. erfolgt die offizielle Einweihung zusammen mit dem neu gestalteten Kombibadkomplex. Am 04.06. trägt der S.V. „Weser“ zum 120. Vereinsjubiläum seit langem wieder einen Freibadwettkampf im Waller-See-Bad aus. Die Wasserball-Startgemeinschaft mit Bremen 10 zerbricht, dafür wird im Schwimmsport auf Landesebene über die Gründung einer SG Bremen / Bremerhaven diskutiert.
2006 Vom DSV wurde ein neues Lizenzierungssystem eingeführt. Aufgrund von „Verständigungsschwierigkeiten“ mit dem Landesschwimmverband kann der Verein in diesem Jahr keine Wettkämpfe mit externer Beteiligung durchführen. Die Homepage des Vereins erhält ein neues Outfit.
2007 Michael Meyer übernahm aus Alters- und Gesundheitsgründen den 2. Vorsitz von seinem Vater. Hermi hatte diese Aufgabe seit 1980 ausgeübt und betreibt auch weiterhin die Seniorenarbeit im Verein. Er wurde aus Anlass der Verabschiedung Ehrenvorstandsmitglied. Im Sommer beendet Wilhelm Wemheuer nach fast 40 Jahren seine Tätigkeit als Übungsleiter im Schwimmlehrbetrieb. Auch Raiko Wilkenshoff und Nick Schmidt, die die Sportmannschaft in den letzten Jahren neu aufgebaut haben, müssen ihre Trainertätigkeit aus beruflichen Gründen aufgeben. Oliver Fink erfreut sich als Übergangstrainer großer Beliebtheit. Im Herbst startet ein neues Schwimmkonzept mit flexibleren Angeboten für viele Aktive. Im Vereinsheim findet ein Ehemaligentreffen statt. Die Wasserball-E-Jugend wird Vizemeister in Bremen und bei der Hamburger Miniliga, ebenso belegt sie einen 4. Platz bei der Norddeutschen Meisterschaft.
2008 Herausragende Ehrung auf der Jahreshauptversammlung war die 75jährige Mitgliedschaft des Ehrenvorsitzenden Otto Fähloh. Er ist das einzige lebende Mitglied des Schwimmvereins „Weser“ Bremen von 1885 e.V., das vor dem 2. Weltkrieg dem Verein beigetreten ist. Leider mussten wir von zwei verdienten Vorstandsmitgliedern Abschied nehmen. Im April verstarb unser stets präsenter Materialwart Walter Ehlers und im November verstarb mit Hermi Meyer unser langjähriger 2. Vorsitzender und Ehrenvorstandsmitglied. Mit Daniel Siegel und Simone Peußner hat der Verein zwei junge engagierte Nachwuchstrainer für den Trainingsbereich gefunden. Im Wasserball wird die E-Jugend der SG Wasserball Bremen Hamburger Meister, die F-Jugend Bremer Meister und es gründet sich eine Mädchen-Wasserballmannschaft. Die Geschäftsstelle wird in den neu gestalteten Eingangsbereich des Westbades umgesiedelt. Mit der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ und einem Spot bei Radio Energy werden die Marketingaktivitäten deutlich ausgeweitet. Ab 1.1.2009 wird der Vereinsanteil an den Bahnenkosten auf unzumutbare 50 v.H. angehoben.
2009 Auf dem Verbandstag des Landesschwimmverbandes wurde Kai Melzer zum Schatzmeister gewählt. Die seit 2002 bestehende Kooperation mit der Sportgemeinschaft Oslebshausen (SGO) bei der Sportabzeichenabnahme wurde zum Jahresende weiter vertieft. Ab Januar 2010 können die „Weseraner“ ab 16 Jahren den Kraftraum der SGO an der Sperberstrasse nutzen, im Gegenzug steht einigen SGOlern mittwochs die Trimm-dich-Bahn und das Aquapower-Angebot des SV „Weser“ sowie im Sommer eingeschränkt die Vereinszeiten im Waller See Bad zur Verfügung.
2010 Der Verein begeht in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen sein 125jähriges Bestehen. Die Jubiläumsbroschüre belegte eindrucksvoll, dass der Verein während seines 125jährigen Bestehens mit allen Herausforderungen immer bestens fertig geworden ist. Aus dem zarten Bäumchen, das die Gründer 1885 gepflanzt hatten ist eine kräftige Eiche geworden, die allen Stürmen trotzt. Als positivstes Ergebnis des Jubiläumsjahres bleibt festzuhalten, dass der Verein durch seine Aktivitäten seinen guten Ruf im bremischen Schwimmsport, auf sportpolitischer Ebene und im Bremer Westen gefestigt hat. Das alles war nur möglich, weil der Schwimmverein „Weser“ Bremen von 1885 e.V. eine gut funktionierende Gemeinschaft bildet, die auch vor außerordentlichen Anstrengungen nicht zurückschreckt, um dem Schwimmsport und dem Gemeinschaftsgefühl neue Impulse zu verleihen.
2011 Wilfried Schwarze gab nach 31 Jahren seinen Vorsitz an Kai Melzer ab. Als Anerkennung für seine herausragenden Verdienste für den Verein wurde er zum Ehrenvorsitzenden und zum Ehrenmitglied des S.V. „Weser“ ernannt. Auf dem außerordentlichen Verbandstag des Landesschwimmverbandes Bremen e.V. wurde er einstimmig zum neuen Präsidenten des Landesschwimmverbandes Bremen gewählt. Ein mindestens 3 Jahre laufender Sponseringvertrag zur Förderung von Vereinsmitgliedschaften von sozial schwachen Kindern nach dem Prinzip „Fördern und fordern“ konnte mit der Firma Nehlsen abgeschlossen werden. Die Wasserball-Abteilungen von Bremen 10 und „Weser“ streben eine engere Zusammenarbeit in der SG Wasserball Bremen an. Auch die Herrenmannschaft von Bremen 10 wird unter dem Trainer Ingo Schäfer zukünftig für die SGW antreten. Die einzelnen Vereinsinteressen sollen in dieser Hinsicht zukünftig etwas mehr in den Hintergrund treten, um stattdessen das erstellte Wasserballkonzept für alle Altersstufen gemeinsam nach vorne zu bringen.
2012 Gertrud Mayer, unser ältestes Vereinsmitglied wird 100 Jahre alt, unser langjähriger Ehrenvorsitzender Otto Fähloh verstirbt im Alter von 90 Jahren. Übungsleiter und Vorstandsmitglieder unterzeichnen einen „Ehrenkodex“ als freiwillige Selbstverpflichtung. Der Verein unterstützt den letztlich vergeblichen Protest zur Schließung des Goosebades. Aminata Camara, Armin Herms, Moritz Müller und Florian Staschen vertreten den Verein erfolgreich in der SSG. Unter der Leitung von Marc Brand entwickelt sich eine neue „junge Masters-Mannschaft“. Die E-Jugend der SG Wasserball belegt beim Deutschland-Pokal einen sensationellen 4. Platz.
Die vielen Pokale, die im Vereinsheim ihren Platz gefunden haben, zeugen von den unzähligen sportlichen Erfolgen nach dem Krieg. Viele wertvolle derartige Auszeichnungen, die im Vereinslokal „Heini Seegers“ standen, gingen in der Bombennacht im August 1944 verloren.
Die Erfolge unserer Aktiven hatten in der langen Vereinsgeschichte den Schwimmverein „Weser“ Bremen von 1885 e.V. über die Mauern Bremens hinaus bekannt gemacht.
Trotz immer größeren Schwierigkeiten finanzieller Art und Auseinandersetzung mit der Bädergesellschaft um erforderliche Wasserfläche hatte der Verein es immer wieder geschafft, seine Zielsetzung fortzuführen im Schwimmunterricht und Weiterbildung in der Jugendarbeit, sowie dem Leistungssport. Auch die geselligen Veranstaltungen zeigen einen festen Zusammenhalt der Mitglieder. In der ganzen Vereinsgeschichte gab es zehn Vorsitzende.
2013 Zum Leidwesen des bremischen Schwimmsports fehlt trotz einer Absichtserklärung immer noch ein eindeutiges politisches Bekenntnis zum Erhalt und Sanierung des Unibades. Gemäß Senatsbeschluss steigen die Bäderkosten für die Vereine von nun an jährlich um 2,5%. Die Umstellung auf das SEPA-Basislastschriftverfahren bereitet der Geschäftsstelle viel Arbeit.
Mit der Etablierung einer neuen „jungen Masters-Gruppe“ unter der Leitung von Marc-Kevin Brand konnte die Sportmannschaft deutlich verjüngt werden. In der nur noch aus dem BSV, Bremen 10 und dem S.V. „Weser“ bestehenden SSG holt das Männerteam einen hervorragenden vierten Platz in der 2.Bundesliga, während die Damenmannschaft überraschend in die 2. Bundesliga aufsteigt.
Die SG-Wasserball kann durch den Umbruch vom Jugend- in den Herrenbereich nicht an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen, dafür gewinnt das Mädchenteam überraschend die Norddeutsche Meisterschaft.
Unsere beliebte Übungsleiterin Anna Johanning verstirbt kurz vor ihrem 20. Geburtstag, was im Verein eine überwältigende Anteilnahme auslöst.
2014 Nachdem der Senat im Januar für den Schwimmsport überraschend das Aus für das Unibad beschlossen hatte, ist das Jahr geprägt vom Kampf um den Erhalt des Bades bzw. der Suche nach einer akzeptablen Ersatzlösung. Nach einem intensiven Diskussionsprozess folgt im Dezember schließlich ein Senatsbeschluss für den Neubau einer 10*50-Meter Schwimmhalle auf dem Gelände des Horner Freibades sowie für einen Ersatzneubau des Westbades.
Im Juli veranstaltet der Verein ein Solidaritätsschwimmen zusammen mit der Kath. St.-Marien-Gemeinde für Schwester Sigmunda zugunsten von Straßenkindern in Ecuador.
Ab Herbst bietet der Verein probeweise einen Erwachsenenschwimmkurs an.
Die Vereinsmeister werden erstmals nach einer Kombinationswertung ermittelt und müssen neben den 200 Meter Lagen auch die jeweiligen Einzeldisziplinen über 50 Meter erfolgreich absolvieren.
Unser bislang ältestes Vereinsmitglied Gertrud Meyer verstirbt im Alter von 102 Jahren.
2015 Nach dem selbstgewählten Rücktritt von Wasserballwart Ingo Schäfer und Jugendwasserballwartin Freya Neuchel sieht der Verein in der zusammen mit Bremen 10 bestehenden SG Wasserball Bremen keine gemeinsame Zukunft mehr und kündigt die Zusammenarbeit zur Sommerpause auf.
Auch die nur noch aus drei Vereinen (Weser / Bremen 10 / BSV) bestehende SSG Bremen / Bremerhaven wird wegen fehlender gemeinsamer Perspektive in der zweiten Jahreshälfte aufgelöst.
Wegen Schimmelbefall in der Lüftungsanlage kann das Unibad nach der Sommerpause nicht wieder in Betrieb genommen werden. Alle betroffenen wassersporttreibenden Vereine einigen sich in einer solidarischen Kompromisslösung auf eine anteilige Aufteilung ihrer Wasserzeiten auf die übrigen Stadtteilbäder, was für den Verein jedoch einen Verlust von 25 Prozent seiner gesamten Wasserkapazitäten bedeutet.
Nach Protesten der Vereine beschließt der Senat schließlich doch übergangsweise die notwendige Instandsetzung der Lüftungsanlage, um das Unibad solange betriebsbereit zu halten, bis die Neubauten in Horn und Walle fertiggestellt sind.
Zum 130. Vereinsgeburtstag zählt der Verein 404 Mitglieder und das Vereinsheim erhält im Frühjahr einen neuen Außenanstrich.
Um das Erbe der SSG zu bewahren, richtet der Verein zusammen mit dem BSC am Ausweichstandort Bad 3 in Bremerhaven das beliebte Wintermeeting aus.
Die Vorsitzenden
1885–1886 Wilhelm Schwöbmann
1887–1926 August Gätjen
1926–1933 Hans Voß
1934–1938 Hermann Kämmerer
1939–1940 August Spannhake
1940–1945 Rudolf Haken
1946–1970 Ludwig Hettling
1971–1979 Otto Fähloh
1980–2011 Wilfried Schwarze
Seit 2011 Kai Melzer

Nachwort

Alte Namen, vergilbte Photographien und braune Urkunden sind wie Schlüssel für vergessene Erinnerungen. Sie beleben Ereignisse und entreißen sie für kurze Augenblicke der Vergangenheit.

Der Verein kann sich glücklich schätzen einen so reichen Fundus an Quellen zu besitzen. Viele Mitglieder schrieben Protokolle, Artikel und Einladungen zu Wettkämpfen. Sie gaben Vereinszeitungen heraus und machten Fotos, aber vor allen Dingen sammelten sie alles um es der Nachwelt zu erhalten. So war es möglich vom ersten Tag des Bestehens eine lückenlose Chronik zu erstellen. Zwar konnte in den sechs Jahren des 2. Weltkrieges und auch noch neun Jahre danach keine Vereinszeitung erscheinen, aber das konnte durch Aufzeichnungen aus der Erinnerung älterer Mitglieder kompensiert werden.

Die ausführliche Vereinschronik schrieben August Gätjen für die Jahre 1885 bis 1935, Robert Voß für die Jahre 1936 bis 1959, Otto Fähloh für die Jahre 1960 bis 2003 und Wilfried Schwarze für die Jahre 2004 bis 2009.

Wir wünschen unseren Mitgliedern und allen Freunden des Schwimmsports viel Freude beim Lesen dieses Werkes, einer kleinen bescheidenen Bremensie, und hoffen, dass die nachfolgenden Generationen es ebenso sorgfältig weiterführen werden.