Unibad bleibt vorerst geschlossen

Eine Information von Kai Melzer

Eigentlich sollte das Unibad nach der Sommerpause wie die anderen Bäder auch am 7. September 2015 wieder für den Trainingsbetrieb zur Verfügung stehen. Doch nach dem Fund von Mineralfasern, Schimmelpilzen und Sporen in der Lüftungsanlage bleibt es bis auf weiteres geschlossen.

Erst nachdem genau geklärt ist, was ein Austausch der Lüftungsanlage kosten und wie lange die Arbeiten dauern würden, will die „neue“ Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) den Senat um eine Entscheidung bitten, ob die Sanierungsarbeiten noch durchgeführt werden sollen oder das Bad dauerhaft geschlossen bleibt.

Auch wenn sich der Senat für eine Sanierung der Lüftungsanlage aussprechen sollte, wird das Unibad voraussichtlich erst im Frühjahr 2016 wieder nutzbar sein. Die Bremer Bäder GmbH sucht deshalb unter Beteiligung des Landesschwimmverbandes so schnell wie möglich nach Ausweichmöglichkeiten für alle Nutzergruppen des Unibades. Da Schulkassen und Vereine auf die übrigen Bäder im Stadtgebiet verteilt werden müssen, ist überall mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen.

Der Trainingsbetrieb Schwimmverein „Weser“ ist vom Ausfall des Unibades zum Glück nicht so stark betroffen wie viele andere Schwimmvereine. Aus Solidarität verzichtet der Verein deshalb auf eine anteilige Kompensation seiner Trainingszeiten im Unibad in anderen Bädern. Deshalb müssen bis auf weiteres die Trainingszeiten am Dienstag und Donnerstag für die Wasserballer bzw. die Sportmannschaft ersatzlos entfallen.

Auch im Westbad wird es zukünftig enger werden, da als Kompensationsmaßnahme zugunsten der Vereine die Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit spürbar eingeschränkt und an einigen Wochentagen vollständige Blockbildungszeiten für die dem Landesschwimmverband angeschlossenen Vereine eingeführt werden. Der S.V. „Weser“ stellt in diesem Zusammenhang als weitere Solidarmaßnahme montags in der Zeit von 16:30 bis 18:30 Uhr eine seiner Schwimmbahnen zur Verfügung, um den anderen Vereinen ebenfalls das Training auf 3  Bahnen zu ermöglichen.

Die dargestellten Änderungen sind im aktuellen Schwimmstundenplan bereits berücksichtigt Ob noch weitere Umstellungen im Trainingsbetrieb notwendig sind, kann erst nach endgültiger Einigung über die Aufteilung sämtlicher den Vereinen in den Bädern zur Verfügung stehenden Wasserzeiten entschieden werden.